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Gesundheit beim Baden

7 Tipps für den sicheren Badespaß am See und im Freibad

Im Wasser lauern viele Gefahren, doch auch außerhalb des Schwimmbadbeckens oder des Sees, in der Sonne auf der Badewiese, geht es weiter.
Bild: Александр Пашинский, stock.adobe.com
Im Wasser lauern viele Gefahren, doch auch außerhalb des Schwimmbadbeckens oder des Sees, in der Sonne auf der Badewiese, geht es weiter.

Auf die Packliste für den Badeausflug gehört Sonnenschutz. Was Sie für die Badesaison sonst noch wissen müssen, um im Freibad oder am See fit und gesund zu bleiben…

Julia Paul

Ob im Familienbad am Plärrer, im Haunstetter Fribbe oder im Freibad in Lechhausen, beim Baden in Wertach und Lech oder an einem der Baggerseen des Landkreises Augsburg oder Aichach-Friedberg: Schwimmen ist im Sommer eine besonders beliebte Sportart. 5 Gründe, warum Schwimmen gesund ist, haben wir hier zusammengefasst. Beim Schwimmen bauen wir Muskeln auf, trainieren Kraft und Ausdauer. Weil wir im Wasser ein niedrigeres Eigengewicht haben, schonen wir unsere Gelenke – und verbrennen trotzdem Kalorien.

Doch der Badeausflug kann auch negative Folgen für unsere Gesundheit haben. Einige Beispiele für die Gefahren des Badens:

  • Sonnenbrand
  • Sonnenstich
  • Kreislaufprobleme
  • Fußpilz
  • Platzwunden oder Schürfwunden
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen

Worin der Unterschied zwischen Hitzschlag, Hitzeerschöpfung, Sonnenstich und Sonnenbrand liegt, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag. Einigen der Krankheiten wissen die meisten vorzubeugen. Andere Tipps und Tricks sind eher unbekannt. Was Sie vor Ihrem Freibadbesuch wissen müssen, haben wir im Folgenden zusammengefasst…

Unsere Tipps für den Freibadbesuch

1.      Sonnenschutz gegen Sonnenbrand & Co.

Wie erwähnt, lauern in der Sonne einige Gefahren. Umso wichtiger ist, sich gleich beim Ankommen im Freibad oder am See eine Frage zu stellen: Wo breite ich mein Handtuch aus? Die richtige Antwort lautet zwar, an einem schattigen Plätzchen, ist allerdings nicht universell. Denn die Sonne wandert – und mit ihr der Schatten. Es ist wichtig, die Entwicklung zu beobachten und sich gegebenenfalls nach ein paar Stunden umzulegen.

Doch selbst abgeschirmt von der Sonne, unter einem Baum oder Schirm versteckt, ist Sonnencreme unabdingbar. Wer ins Becken möchte, muss besonders aufpassen. Die Oberfläche des Wassers reflektiert UV-Strahlen, wodurch die Gefahr eines Sonnenbrands besonders hoch ist. Entsprechend gilt es, einen hohen Lichtschutzfaktor zu wählen und direkt nach dem Schwimmen mit einer neuen Schicht aufzufrischen.

Wer das Wasser meidet, ist nicht auf der sicheren Seite. Denn auf der Liegewiese sollten sich Badegäste ebenfalls regelmäßig eincremen. Als Anhaltspunkt gilt: alle zwei Stunden! Scheint die Sonne besonders stark, schwitzt man viel oder rötet sich die Haut gerne auch früher.

Gerade Babys und Kleinkinder haben eine empfindliche Haut. Wie Eltern sie vor der Sonne schützen, lesen Sie hier

2.      Mehr als Sonnencreme!

Natürlich ist es mit Sonnencreme und einem guten Lichtschutzfaktor nicht getan. Da der Kopf besonders empfindlich gegenüber der Sonne ist, sollten Freibad- und Seebesucherinnen und -besucher eine Kopfbedeckung tragen. Ob Cap, Sonnenhut oder ein umgebundener Schal: Sonnenschutz ist ein Muss – auch im Schatten! Wem es unter dem Hut zu warm wird, der kann ein kleines Handtuch unter der Dusche nass machen und es sich wie einen Turban umwickeln.

Wer besonders Sonnenbrand-gefährdet ist, sollte in der Zeit zwischen den Schwimmeinheiten ein T-Shirt tragen oder sich ein Handtuch über die Schultern legen. Für Babys und Kleinkinder ist auch spezielle UV-Schutz-Kleidung zu empfehlen.

3.      Badeschlappen gegen den Fall

Der Boden im Schwimmbad ist oft gefliest. Fliesen sind aber rutschig – insbesondere, wenn sie nass sind. Pfützen rund ums Becken sind unvermeidbar. Um nicht auszurutschen, gelten zwei Regeln:

  • Nicht rennen!
  • Badeschuhe tragen!

Flipflops, Badelatschen & Co. bieten Halt – und schützen außerdem vor Krankheiten wie Fußpilz. Ein Paar sollte deshalb in der Badetasche nicht fehlen.

4.      Kein Sprung ins kalte Wasser!

Wer direkt nach dem Ausziehen auf der Liegewiese den Sprungturm nutzt oder vom Beckenrand ins Wasser springt, riskiert einen Kälteschock oder Kreislaufkollaps. Der Körper ist durch die Sonneneinstrahlung sehr warm. Geben wir ihm keine Zeit, sich an die niedrigeren Temperaturen zu gewöhnen, verengen sich die Gefäße. Das Herz wird belastet. Um den Schock zu vermeiden, lieber Schritt für Schritt in das Wasser oder in den See gehen. So kann sich der Kreislauf besser auf die Kälte einstellen.

Ebenfalls hilfreich ist, sich vor dem Baden oder Schwimmen kurz abzuduschen. Das kühlt den Körper ebenfalls herunter und entfernt möglichen Schmutz auf der Haut.

5.      Ausgebadet? Vorsicht vor Unterkühlung

Gerade Kinder neigen dazu, das Wasser beim Baden nicht mehr verlassen zu wollen. Doch das kann gefährlich werden, nach zu langem Badespaß droht eine Unterkühlung. Um diese zu vermeiden, sollten wir nur etwa so lange im Becken bleiben, wie das Thermometer Grad anzeigt. Bei 30 Grad Celsius beträgt die optimale Badedauer entsprechend maximal eine halbe Stunde.

Wer aus dem Wasser kommt, sollte sich kurz mit einem Handtuch abtrocknen – vor allem an windigen Tagen. Außerdem hilft es, die Kleidung zu wechseln. Also: aus dem nassen Badeanzug heraus und in einen trockenen rein!

6.      Trinken, trinken, trinken!

Der Tipp, genug zu trinken, ist kein neuer. Ob im Freibad oder am See: Wir müssen unserem Körper ausreichend Flüssigkeit zuführen – das ist kein Geheimnis. Deshalb erweitern wir den Tipp um besonders gute Getränke im Sommer. Für den Badeausflug ist Wasser zu empfehlen. Säfte, Softdrinks & Co. wärmen sich im Laufe des Tages in der Sonne auf. Eine warme Cola, Limonade oder Schorle schmeckt nicht mehr ganz so gut. Deshalb einfach gleich auf Mineral- oder Leitungswasser setzen.

7.      So ist der Hunger gegessen

Schwimmen macht müde, aber auch hungrig. Der Sport raubt unserem Körper Energie, der Blutdruck sinkt. Um wieder fit zu sein, müssen wir neue Kraft über Essen und Trinken schöpfen. Snacks wie Pommes, Bratwurst oder Eis schmecken zwar, sind allerdings ungesund. Sie sättigen uns nur kurzfristig und schlagen auf Dauer auf die Hüften.

Eine gesunde Abwechslung bietet wasserhaltiges Obst wie Wassermelonen und Gemüse. Paprika- und Möhrensticks lassen sich gut mitnehmen und ohne schmutzige Finger essen – ideal für den Freibadbesuch! Transportieren können Sie sie am besten in einer Kühlbox mit Kühlakkus. So bleibt alles lange frisch und knackig.

Welche Obst- und Gemüsesorten bei Hitze besonders helfen, lesen Sie in diesem Beitrag

Zu verzichten ist auf Lebensmittel mit frischer Milch oder rohen Eiern. So gerne Sie das übrig gebliebene Tiramisu vom gestrigen Grillabend mitnehmen möchten – lieber zu Hause lassen! Auch eine Kühltasche schafft hier keine Abhilfe.

Außerdem gilt: Nie mit vollem Magen schwimmen! Bei der Verdauung sammelt sich viel Blut im Magen-Darm-Trakt. Das macht träge – wir haben nicht mehr so viel Kraft, um uns zu bewegen. Das Risiko, zu ertrinken, steigt dadurch enorm.

Tipps befolgt und trotzdem ist ein Notfall eingetreten? Was Ersthelferinnen und Ersthelfer tun können, erklärt Thomas Haugg vom Bayerischen Roten Kreuz hier