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Survival-Run

Auch in Augsburg beliebt: Die Trendsportart Extremhindernislauf

Bei SurvivalRunning Augsburg kann man in Inningen die Sportarte des Extremhindernislaufs lernen und trainieren.
Bild: , SurvivalRunning Augsburg
Bei SurvivalRunning Augsburg kann man in Inningen die Sportarte des Extremhindernislaufs lernen und trainieren.

Beim Extremhindernislauf kommt es auf mehrere Faktoren an. Neben Kraft und Ausdauer ist vor allem die Technik entscheidet. Jeanina Lück und Florian de Vries von SurvivalRunning Augsburg haben den Sport in der Fuggerstadt etabliert.

Carina Sirch

Kriechen, klettern, hangeln. Laufen, ziehen, tragen. Klingt anstrengend? Ist es auch! Glaubt man jedoch jährlich über 8 Millionen Menschen, macht es eines umso mehr: Spaß! Die immer mehr an Beliebtheit gewinnende Sportart des Extremhindernislaufs hat seit 2011 die Grenzen Europas überschritten.

Längst ist die Sportart in Deutschland angekommen und macht dabei auch vor Augsburg nicht Halt. „SurvivalRunnig Augsburg“ wurde im Frühjahr 2016 als Abteilung des TSV-Inningen gegründet. Der Niederländer Florian de Vries und seine Partnerin Jeanina Lück waren dabei federführend „Ich habe die Sportart bereits in meiner Heimat ausgeübt. Als ich nach Augsburg gezogen bin, wollte ich darauf nicht verzichten“, erklärt de Vries. 

Ausdauer, Kraft und Geschicklichkeit

Der TSV-Inningen stellte sich als perfekter Partner für das Vorhaben der beiden heraus und so wurde SurvivalRunning Augsburg ins Leben gerufen. Auf dem über 1500 Quadratmeter großen Außengelände können sich Sportlerinnen und Sportler an über 40 verschiedenen Hindernissen ausprobieren. Die Sportart, die auch als OCR (Obstacle Course Racing) bekannt ist, verbindet Ausdauer mit Kraft und verlangt Geschicklichkeit.

Grundlage für den Erfolg ist jedoch nicht nur die körperliche Fitness: „Man kann noch so viel Ausdauer oder Kraft haben, beherrscht man die Technik nicht, kommt man beim Survival-Run nicht weit. Eine falsche Ausführung bei den Hindernissen kostet extrem viel Kraft, sodass man anschließend keine Kondition mehr für die kurzen Laufstrecken hat“, erklärt de Vries, der auch selbst Gruppen trainiert.

Kletter, hangeln, hängen: Auf dem Trainingsgelände in Inningen gibt es über 40 verschiedene Hindernisse.
Bild: SurvivalRunning Augsburg
Kletter, hangeln, hängen: Auf dem Trainingsgelände in Inningen gibt es über 40 verschiedene Hindernisse.

Fitness steigern mit SurvivalRunning Augsburg

Ziel vieler Sportlerinnen und Sportler ist es, sich mit dem Training auf Wettkämpfe wie den Survival-Run in Holland und Belgien, XLETIX, Tough Mudder, Braveheartbattle oder Strong Viking Run vorzubereiten. Ein Muss ist es jedoch nicht, sich bei solchen Läufen zu messen. Viele üben die Sportart zum Spaß aus und, um ihr Fitnesslevel zu steigern.

Die Abwechslung ist das Spannende am Survival-Run: Ob vertikale Seile, die mittels Fußklemme bezwungen werden, das Hangeln von Sprosse zu Sprosse (Monkey Bars) oder das Überwinden einer vier Meter hohen Wand – die Sportart trainiert den ganzen Körper.

In Holland werden bereits seit 1989 Wettkämpfe unter dem Namen „Survivalrunning“ veranstaltet, weshalb es vor Ort zahlreiche Trainingsgelände gibt, auf denen geführte und freie Tainings stattfinden. In Augsburg und der Region ist das nur in Inningen möglich. SurvivalRunning Augsburg bietet seinen rund 130 Mitgliedern derzeit die Möglichkeit dreimal in der Woche zu trainieren. Anfänger können einmal die Woche am Sonntag an einem Kurs teilnehmen. Jedes Training wird beaufsichtigt, sodass auch bei Fragen immer entsprechende Ansprechpartner vor Ort sind. 

Extremhindernislauf: Technik ist Trumpf

Anfänglich werden Neulingen die verschiedenen Techniken, die es ermöglichen, den Parcours zu bewältigen, gezeigt. Hat man alle Skills drauf, wechselt man in die Gruppe der Fortgeschrittenen. Laut Abteilungsleiterin Jeanina Lück sind keine besonderen Kenntnisse nötig: „Wenn man das Probetraining besucht, muss man weder besonders stark noch athletisch sein. Das Wichtigste sind Ehrgeiz und der Wille, sich ein wenig quälen zu wollen. Es ist schön zu sehen, wie schnell unsere Mitglieder Fortschritte machen und sie immer mehr Sicherheit bei den Übungen gewinnen.“

Neben Kraft und Geschicklichkeit ist gerade die Technik wichtigt beim Extremhindernislauf.
Bild: SurvivalRunning Augsburg
Neben Kraft und Geschicklichkeit ist gerade die Technik wichtigt beim Extremhindernislauf.

Einige Sportlerinnen und Sportler des Inninger Vereins nehmen regelmäßig an Wettkämpfen teil. Bei diesen gibt es in der Regel zwei Kategorien: Einzel- oder Teamläufe. Mittlerweile sind auch „Family Runs“ auf dem Vormarsch, um Kinder für die Sportart zu begeistern.

Bei SurvivalRunning Augsburg kann ab zwölf Jahren trainiert werden. Für jüngere Mädchen und Buben wäre ein weiteres Trainingsgelände mit passenden Geräten nötig. Steigt die Beliebtheit für die Sportart weiter, ist das vielleicht aber auch nur noch eine Frage der Zeit.

Für wen der Survival-Run nichts ist und eher seine Ausdauer verbessern möchte, gibt es hier 6 Tipps für Laufanfänger.