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Gesünder Wohnen

Gesünder Wohnen: 7 Tipps

Zimmerpflanzen helfen für ein optimales Raumklima.
Bild: , (C) VMM
Zimmerpflanzen helfen für ein optimales Raumklima.

Die Gesundheit ist das höchste Gut. Mit Sport, Ernährung und einem gesunden Lebensstil versuchen wir uns fit und gesund zu halten. Dabei vergessen aber viele die eigenen vier Wände. Durch gesünderes Wohnen können wir einen erheblichen Teil dazu beitragen, uns fit zu fühlen.

Viviana Wagner

Die ideale Luftfeuchte und Temperatur zum gesunden Wohnen

Die richtige Temperatur und das richtige Raumklima sorgen dafür, dass wir gesünder wohnen können. Die Faustregel besagt, dass die ideale Raumtemperatur bei etwa 20 Grad liegt. Im Bad dürfen es auch mal 22 Grad sein. Doch in anderen Räumen ist deutlich weniger ausreichend. Im Schlafzimmer reichen 16 bis 18 Grad für einen guten Schlaf aus. Von der Temperatur hängt außerdem noch ein wichtiger anderer Faktor fürs gesunde Wohnen ab: Die Luftfeuchtigkeit ist nicht nur für unsere Gesundheit wichtig, sondern auch für den Zustand der Wohnung oder des Hauses. Sie hängt immer von der Zimmertemperatur ab. Je höher diese ist, umso mehr Feuchtigkeit kann die Luft transportieren. Damit die Luftfeuchtigkeit optimal ist, kommt es also auf das richtige Zusammenspiel aus Temperatur und Feuchtigkeit an. Ein weiterer Punkt für gesundes Wohnen ist der Anteil an CO2 in der Raumluft: Laut Umweltbundesamt sollte die Kohlendioxid-Konzentration in der Raumluft ebenfalls nicht zu hoch sein. Grüne Zimmerpflanzen können helfen, das Raumklima auf natürliche Weise zu verbessern - und sogar Schadstoffe binden.

Elektrosmog reduzieren

Durch die Digitalisierung in unserem Alltag sind wir immer mehr Elektrosmog ausgesetzt. Das sind die Strahlen, die von den elektrischen Geräten ausgehen. Diese haben Auswirkungen auf die Gesundheit. Die Strahlungen im eigenen zu Hause sollten wir also reduzieren. Gerade im Schlafzimmer ist es wichtig, möglichst wenig elektronische Geräte zu besitzen. Um gesünder zu wohnen, einfach den netzbetriebenen Wecker gegen einen batteriebetriebenen austauschen und das Handy nachts weg vom Bett legen. Bei Nichtbenutzung alle Geräte auszuschalten, reduziert den Elektrosmog enorm. Sonst befinden sich die Geräte ständig im Stand-By Modus und geben Strahlen ab.

Schadstoffarme Möbel für gesünderes Wohnen

Auch schadstoffarme Möbel tragen zu einer optimalen Innenraumluft bei. Und das richtige Luftklima ist erheblich wichtig, um gesünder zu wohnen, wie wir bereits erfahren haben. Besonders in Kinder- und Schlafzimmern sollte daher auf schadstoffarme Möbel Wert gelegt werden. Damit Verbraucher:innen die richtigen Möbel finden, gibt es Ökosiegel, die die schadstoffarmen Möbel zuverlässig kennzeichnen. Denn nur weil neue Möbel unangenehm riechen, sind das nicht gleich Schadstoffe. Ein Ausdünsten neuer Möbel ist völlig normal. Es gibt auch geruchlose Schadstoffe, die in die Luft abgegeben werden und gesundheitsschädlich sind.

Gefahr von unten: Boden und Beläge

Bereits bei den Böden können wir ansetzen, um gesünder zu wohnen. Neue Böden und Teppiche, aber auch alte Beläge, geben Schadstoffe in die Luft ab. Klebemittel und ähnliches lösen sich, wenn wir darüber laufen und gelangen in die Raumluft. Gerade Kunststoffböden enthalten teilweise giftige Schwermetalle, die durch Staub in die Luft gelangen. Diese nehmen wir dann über die Atemwege und Schleimhäute in unseren Körper auf. Fußböden aus Holz schaffen ein optimales Raumklima und sind langlebig.

Schädlinge in der Wohnung

Um Schädlinge zu vermeiden ist ebenfalls das richtige Klima wichtig. Feuchtigkeit begünstigt die Entwicklung von Hausstaubmilben, vor allem in Betten und Polstermöbeln. Sie gedeihen am besten bei einer Luftfeuchtigkeit von 50 bis 70 Prozent. Regelmäßiges Wischen und Staubsaugen entfernt den Kot und Staub und verhindert somit, dass sich die Schädlinge ausbreiten können. Der Verdacht auf Milben kann mit einem Test-Kit der Apotheke  geprüft werden.

Feinstaub minimieren und gesund wohnen

Die meisten Menschen verbinden Feinstaub mit Kohlekraftwerken und dem hohen Verkehrsaufkommen in Großstädten. Doch auch in unseren Wohnungen sammeln sich die schädlichen Partikel. Auch wenn die Feinstaubkonzentration in der Umwelt allgemein sinkt, dringen durch offene Fenster und Rückstände an der Kleidung viele der Feinstaubpartikel in die eigene Wohnung. Diese können sehr schädlich für unsere Gesundheit sein. Die winzigen Partikel gelangen in Blut und Organe und können unter Umständen Allergien, Atem- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen. Um gesund zu wohnen und Feinstaub zu vermindern, sollte daher auf moderne Staubsauger mit HEPA-Filter umgestiegen werden. Diese wirbeln die angesaugte Luft nicht nur auf, sondern reinigen sie auch vom Feinstaub. Zudem hilft es, Oberflächen und vor allem Heizkörper mit feuchten Tüchern von Staub zu befreien.

Farben und Lacke

Häufige Auslöser für Gesundheitsbeschwerden sind die beim Renovieren verwendeten Farben und Lacke. Beim Streichen werden große Mengen an Schadstoffen freigesetzt. Deshalb wird geraten, die Farben in Naturbaumärkten einzukaufen. Bei der Suche nach schonenden Farben schafft das Umweltzeichen „Blauer Engel“ Abhilfe, welches schadstoff– und emissionsarme Produkte kennzeichnet. Gutes Lüften, während dem Streichen und in den ersten Tagen danach hilft, um die Belastung zu senken. Für den Erstanstrich sind Silikatfarben schonender und helfen langfristig gesünder zu wohnen. In Kellerräumen bieten sich Kalkanstriche an, da diese besonders gut vor Schimmel schützen.