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Hilfe bei Schwindel

Schwindel: Diese Gründe stecken dahinter

Schwindel ist unangenehm. Dahinter können verschiedene Gründe stecken
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Schwindel ist unangenehm. Dahinter können verschiedene Gründe stecken

Fast ein Drittel der Menschen in Deutschland sind im Lauf ihres Lebens von Schwindel betroffen. Woran das liegen kann und was dagegen hilft.


Der Raum scheint sich zu drehen, der Körper zu schwanken: Bei Schwindel kommt es zu einer Störung des Gleichgewichtssinns und/oder der räumlichen Orientierung. Im Laufe ihres Lebens sind laut Studie fast 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland von mittelstarkem oder starkem Schwindel betroffen.

„Schwindel ist keine Krankheit, sondern ein Symptom“, sagt Dr. Johannes Schenkel, ärztlicher Leiter der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). „Er tritt auf, wenn im Hirn verschiedene Signale ankommen, die nicht zusammenpassen, und kann unterschiedlich ausgeprägt sein.“

Beim Drehschwindel haben Betroffene das Gefühl, dass sich die Welt um sie herum dreht. Beim Schwankschwindel kommt es zu Gang- und Standunsicherheit. Schwindel kann dauerhaft oder anfallsartig auftreten und mit Beschwerden wie Übelkeit, Herzstolpern oder Ohrgeräuschen einhergehen.

Ursachen von Schwindel: Krankheiten und Störungen des Gleichgewichtsorgans

Schwindel kann vielfältige Ursachen haben, zum Beispiel Krankheiten des Gehirns, des Herz-Kreislauf-Systems oder psychische Erkrankungen. In vielen Fällen stecken Störungen des Gleichgewichtsorgans im Innenohr dahinter.

So auch bei einer der häufigsten Formen, dem gutartigen Lagerungsschwindel: „Dabei kommt es in den flüssigkeitsgefüllten Räumen des Gleichgewichtsorgans zu kleinen Ablagerungen“, sagt Dr. Schenkel. „Bei bestimmten Kopfbewegungen können sie die Sinneszellen reizen und starke Drehschwindelattacken auslösen.“

Der Hausarzt ist bei Schwindel der erste Ansprechpartner. Er kann Patienten an einen Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, für Erkrankungen des Nervensystems (Neurologe) oder für Herzerkrankungen (Kardiologe) weiterleiten. Komplizierte Fälle können an eine spezielle Schwindelsprechstunde an ausgewählten Kliniken überwiesen werden.

Physiotherapie & Medikamente – das hilft gegen den Schwindel

Oft verschwindet Schwindel wieder von selbst. Physiotherapie kann den Prozess unterstützen. Die Therapie richtet sich sonst nach der Ursache – hier kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz. „Die Wirksamkeit pflanzlicher Arzneimittel gegen Schwindel ist nicht ausreichend durch Studien belegt“, sagt Dr. Schenkel.

Patienten mit gutartigem Lagerungsschwindel kann der Arzt in vielen Fällen sofort helfen: „Mithilfe bestimmter Bewegungen von Kopf und Rumpf können die Ablagerungen im Gleichgewichtsorgan so verlagert werden, dass sie keinen Schwindel mehr hervorrufen.“ (akz-o)

Weitere Tipps gegen Schwindel finden Sie hier.