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Ernährungstrend Raw-Food

Raw vegan – ist die roh-vegane Ernährung gesund?

Wer sich roh-vegan ernährt, isst viel Gemüse, Obst und Salat.
Bild: Kalim, stock.adobe.com
Wer sich roh-vegan ernährt, isst viel Gemüse, Obst und Salat.

Wer sich roh-vegan ernährt, isst viel Gemüse und Obst. Dabei wird auf das Kochen, Backen und Grillen verzichtet. Was am Ernährungstrend dran ist und worauf man achten sollte.

Katinka Bruckmeier

Raw vegan oder Raw-Food sind Ernährungsformen, die schon viele Jahre im Trend liegen. Dabei verzichten Menschen auf alle gekochten oder gebratenen Lebensmittel. Aber nur Rohkost essen? Das klingt nach Gemüsesticks, Obstteller und sehr viel Salat. Doch unter Raw-Food fallen alle Lebensmittel, die nicht über 42° Celsius erhitzt werden.

Viele Rohkostler stellen darum Brot im Dörrautomaten her, weichen verschiedene Getreidesorten ein und konsumieren Rohmilchkäse. Theoretisch wären auch rohes Fleisch sowie roher Fisch erlaubt, doch viele Menschen, die ausschließlich rohe Lebensmittel essen, ernähren sich vegan. Sie verzichten also auf alle tierischen Lebensmittel.

Grundlagen der roh-veganen Ernährung sind Lebensmittel wie:

  • Obst
  • Gemüse
  • Salate
  • Kräuter
  • Kerne
  • Samen

Das muss man bei der roh-veganen Ernährung beachten

Ein Vorteil der Raw-Vegan-Ernährung ist, dass keine Vitamine und Nährstoffe beim Erhitzen abgetötet werden. Zudem sind mehr sekundäre Pflanzenstoffe und weniger Kalorien in rohem Obst und Gemüse enthalten. Doch die roh-vegane Ernährung ist nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Wer sich ausschließlich von Rohkost ernähren möchte, muss auf einiges achten.

Zunächst einmal sollten Interessierte bedenken, dass manche Lebensmittel roh nicht genießbar sind. Dazu gehören beispielsweise Auberginen, Bohnen, Kartoffeln und Hülsenfrüchte. Dann ist es wichtig, darauf zu achten, dass man unter keinem Nährstoffmangel leidet. Ein regelmäßiger Check bei der Ärztin oder dem Arzt ist für R Pflicht! Dabei sollte man vor allem auf den Vitamin-D-, Vitamin-B12- und den Eisenwert achten.

Um sich nicht nur von Gemüse zu ernähren, kann man auch bei der Rohkost-Ernährung auf Getreide und Pseudogetreide zurückgreifen. So kann man beispielsweise Quinoa und Hirse über Nacht einweichen – eine ideale rohe Grundlage für Bowls.

Warum Raw vegan allein nicht zu empfehlen ist

Ob eine roh-vegane Ernährung sinnvoll ist, muss jede und jeder für sich selbst entscheiden. Dagegen spricht, dass Nährstoffe wie Vitamin E und Betakarotin nach dem Erhitzen besser verfügbar sind. Außerdem gibt es Studien, dass Raw vegan gleichzeitig zu einer Mangelernährung und zu Vitaminüberschüssen führen kann.

Für den Anfang macht es Sinn, einzelne roh-vegane Mahlzeiten in den Alltag einzubauen – idealerweise als Mittagessen. Wer sich dann weiter in Richtung einer ausschließlich roh-veganen Ernährung bewegen möchte, sollte Vorteile und Risiken ärztlich abklären lassen. 

Hier finden Sie Infos zu den Ernährungstrends Intuitiv essen und Intervallfasten.