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Intuitive Ernährung: 3 Tipps, um nach Bauchgefühl zu essen

Genießen ohne Regeln und Verbote: Das ist die intuitive Ernährung.
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Genießen ohne Regeln und Verbote: Das ist die intuitive Ernährung.

Essen, wonach es dem Körper gerade gelüstet – das ist der Schlüssel der intuitiven Ernährung. Was dahinter steckt.

Katinka Bruckmeier

Das Gefühl von Wohlbefinden statt schlechtem Gewissen – nach jeder Mahlzeit, egal was es zu essen gibt. Klingt nach einem schönen Traum? Mit der Methode des intuitiven Essens könnte dieser Traum bald Wirklichkeit werden.  

Die intuitive Ernährung geht auf die Ernährungswissenschaftlerinnen Evelyn Tribole und Elyse Resch zurück, die den Begriff in den 1990er-Jahren das erste Mal erwähnten. Doch was bedeutet intuitives Essen? 

Was ist intuitives Essen? 

Bei der intuitiven Ernährung gibt es keine Regeln, keine Ernährungspläne und keine Verbote. Erlaubt ist, was schmeckt und worauf der Körper gerade Lust hat. Viele sehen das intuitive Essen deshalb als Gegenentwurf zu einer Diät. 

Man isst, wenn man hungrig ist – egal ob die letzte Mahlzeit erst eine Stunde oder schon einen halben Tag her ist. Sobald man sich gesättigt fühlt, hört man auf zu essen, auch wenn der Teller noch halb voll ist. Die Reste des Gerichts können im Kühlschrank einfach für den nächsten Tag aufbewahrt werden. 

3 Tipps für eine intuitive Ernährung 

Gerade wer verschiedene Diäten ausprobiert hat oder sich ein ungesundes Essverhalten angewöhnt hat, kann sich am Anfang mit der intuitiven Ernährung schwertun. Unsere Tipps helfen beim Einstieg in die Ernährungsform: 

  1. Auf den Körper achten: Oft essen wir aus Gewohnheit oder weil wir gerade die Gelegenheit dazu haben. Doch beim intuitiven Essen ist es wichtig, genau auf das eigene Gefühl zu hören. Dazu gehört, auf Hungersignale zu achten, ebenso auf das Sättigungsgefühl. Wer nach dem Essen ein Völlegefühl verspürt, hat oft schon zu viel gegessen.
  2. Essen nicht mit Emotionen verknüpfen: Um die Ernährung sollte man sich so wenig Gedanken wie möglich machen. Essen ist weder eine Belohnung noch eine Bestrafung. Wer in der Vergangenheit emotionales Essen zur Gefühlsbewältigung verwendet hat, sollte sich dafür alternative Strategien suchen.
  3. Ruhe und Geduld: Um sich ganz auf das Essen und die eigenen Körpergefühle einzulassen, ist es am besten, Stressauslöser und gehetzte Mahlzeiten zu vermeiden. Während man isst, sollte man möglichst nichts nebenbei machen. Zudem kann es eine Weile dauern, bis man die intuitive Ernährung in den Alltag einbauen kann. Dafür ist Geduld erforderlich. 

Intuitiv essen: Was bringt das? 

Intuitiv zu essen ist die natürlichste Form der Ernährung und wird instinktiv von allen Kleinkindern praktiziert. Im Laufe des Lebens trainieren es sich die meisten Menschen jedoch wieder ab. Zu groß sind die äußeren Einflüsse auf unsere Ernährung wie: 

  • die Erziehung 
  • gesellschaftliche Normen 
  • Schönheitsideale 
  • Gewohnheiten wir Kalorien zählen 
  • die populäre Einteilung in gute sowie schlechte Lebensmittel und vieles mehr. 

Bei der intuitiven Ernährung besinnt man sich auf seinen Körper und auf das, was er benötigt. Dabei verlässt man sich ganz auf das Bauchgefühl und seine Gelüste. Wer Angst hat, sich dann nur noch von Fast Food und Süßkram zu ernähren – keine Sorge: Wenn alles jederzeit und ohne schlechtes Gewissen verfügbar ist, verlieren ungesunde Lebensmittel auf Dauer ihren Reiz. Nach einer Weile signalisiert der Körper, dass er sich nach unverarbeiteten und nährstoffreichen Lebensmitteln sehnt. Wenn das mal nicht der Fall sein sollte – auch Naschen gehört zum intuitiven Essen dazu!