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Verstopfung

Hilfe bei chronischer Verstopfung

Betroffene sollten keine Hemmungen haben, ihren Arzt auf ihr Problem anzusprechen. Die richtige Therapie kann ein gutes Stück Lebensqualität zurückgeben.
Bild: Anna Shvets, Pexels
Betroffene sollten keine Hemmungen haben, ihren Arzt auf ihr Problem anzusprechen. Die richtige Therapie kann ein gutes Stück Lebensqualität zurückgeben.

Wer unter einer chronischen Verstopfung leidet, büßt häufig Lebensqualität ein. Verschiedene Arten der Therapie können Betroffenen helfen.


Fast jeder Mensch erlebt hin und wieder Verstopfungen, die beispielsweise durch ungewohnte Nahrungsmittel oder einen Flüssigkeitsmangel ausgelöst werden. Meist hat sich das Problem nach ein paar Tagen von selbst erledigt. Halten die Beschwerden jedoch länger als drei Monate an, sprechen Mediziner von einer chronischen Obstipation – also einer dauerhaften Erkrankung. Patienten verspüren häufig einen hohen Leidensdruck. Moderne Therapien können helfen.

Ursache häufig unklar

Experten schätzen, dass in Deutschland zwischen fünf und 15 Prozent der Erwachsenen von einer chronischen Verstopfung betroffen sind. Welche Symptome bei den Patienten vorherrschen, ist von Fall zu Fall verschieden. Einige Betroffene leiden unter harten Stuhlgängen und müssen stark pressen. Andere haben den Eindruck, dass sich der Darm nicht ausreichend entleert. Für diese Beschwerden gibt es viele mögliche Ursachen. Zu ihnen gehören Veränderungen im Verdauungstrakt, hormonelle Einflüsse oder Störungen, die den ganzen Körper betreffen – zum Beispiel Diabetes oder Parkinson. Es kann sich auch um eine Nebenwirkung von Medikamenten handeln. In vielen Fällen ist es schwierig, den Auslöser zu finden. Ziel muss sein, die belastenden Symptome in den Griff zu bekommen.

Mehrstufige Therapie

Einigen Patienten helfen bereits kleine Änderungen im Alltag – zum Beispiel regelmäßige Bewegung, die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit und eine ballaststoffreiche Kost. Reicht das nicht aus, kommen meist Abführmittel in Form von Tropfen oder Zäpfchen zum Einsatz. Die Wirkstoffe können jedoch Nebenwirkungen haben oder zu einer Gewöhnung führen, und sollten daher nur in Absprache mit einem Arzt über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Lebensqualität steigern

Eine Alternative zu Abführmitteln ist die anale Irrigation. Bei diesem Verfahren wird über ein medizinisches Hilfsmittel Wasser in den Darm gespült. Der erzeugte Dehnungsreiz regt den Darm dazu an, sich zu entleeren. Die Methode ist gut verträglich und kommt ohne medikamentöse Zusätze aus. Es gibt somit verschiedene Möglichkeiten, Patienten mit chronischer Verstopfung zu helfen. (akz-o)

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