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Urteil

Wer zahlt Heilpraktikerbehandlung?

Heilpraktiker sind nicht berechtigt, ihre Leistungen über die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) abzurechnen.
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Heilpraktiker sind nicht berechtigt, ihre Leistungen über die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) abzurechnen.

Immer mehr Patienten suchen bei Beschwerden einen Heilpraktiker oder eine Heilpraktikerin auf. Doch müssen Krankenkassen diese Behandlungen bezahlen?


Nein, müssen sie nicht, entschied das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen in einem Urteil (Az.: L 4 KR 470/19), über das der Deutsche Anwaltverein (DAV) berichtet. Das gilt auch, wenn ein Patient bereits lange eine chronische Erschöpfung zeigt und sich nach einer erfolglosen Arztsuche dort behandeln lässt.

In dem verhandelten Fall beantragte ein Mann bei seiner Krankenkasse die Kostenübernahme für die Behandlung seines Erschöpfungssyndroms im Naturheilzentrum. Der Patient hat schon länger eine chronische Erschöpfung, allergisches Asthma, Tinnitus und eine Nierenerkrankung. Seinen Antrag begründete der Mann damit, dass seine Erkrankung besonders schwer sei und es in Deutschland keine Kassenärzte gäbe, die eine passende Behandlung durchführen könnten.

Keine Berechtigung

Die Heilpraktikerin im Naturheilzentrum sei darauf spezialisiert. Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen Die Krankenkasse lehnte den Antrag ab. Heilpraktiker seien nicht berechtigt, ihre Leistungen über die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) abzurechnen. Dies sei nur zugelassenen Ärzten vorbehalten. Dagegen klagte der Mann.

Das Landessozialgericht entschied, die Krankenkasse muss die Behandlung im Naturheilzentrum nicht bezahlen. Der Leistungskatalog der GKV umfasse keine Behandlung durch Heilpraktiker. Zwingende Voraussetzung dafür sei die Approbation des Behandlers. Auch bei erfolgloser Arztsuche sei eine ärztliche Zulassung nicht verzichtbar. (tmn) Hier finden Sie mehr Informationen zum Thema Naturheilkunde.