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Toxoplasmose

Toxoplasmose – eine Gefahr für Menschen?

Die Katzenkrankheit Toxoplasmose kann sich auch auf den Menschen übertragen.
Bild: , (C) VMM
Die Katzenkrankheit Toxoplasmose kann sich auch auf den Menschen übertragen.

Toxoplasmose ist in erster Linie eine Tierkrankheit, die hauptsächlich Katzen betrifft. In den meisten Fällen ist der Mensch bei einer Ansteckung nicht gefährdet. Es sei denn, es sind Immunschwache oder Schwangere betroffen.

Diana Schneider und Clara Schwab

Bei Toxoplasmose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, dessen Endwirt die Katze ist. Der Mensch fungiert dabei lediglich als Zwischenwirt und erfährt in den meisten Fällen auch keine gravierenden Beschwerden. Allerdings gibt es immer Ausnahmefälle, in denen man über den Krankheitsverlauf und typische Symptome der Toxoplasmose Bescheid wissen sollte.  

Woher kommt Toxoplasmose?   

Wenn sich im Darm von Katzen der einzellige Parasit Toxoplasma gondii vermehrt, entwickelt er eierartige Vorstadien, sogenannte Oozysten. Diese werden mit dem Kot ausgeschieden und sind nach ein bis vier Tagen an der Luft gereift. Ab diesem Zeitpunkt sind sie bis zu mehreren Monaten infektiös. Zwischenwirte wie Menschen, Vögel und andere Säugetiere wie Schweine und Rinder nehmen die Erreger meistens durch Nahrung auf. Rohes Fleisch, Obst und Gemüse, welches nah am Erdboden wächst, sind die häufigsten Gründe für eine Übertragung auf den Menschen. Wer eine Katze bei sich zuhause leben hat, unterläuft demnach ebenfalls der Gefahr, sich direkt am Katzenkot mit Toxoplasmose anzustecken.  

Anzeichen und Symptome der Toxoplasmose erkennen  

Unabhängig von allen Faktoren kann jeder eine Toxoplasmose bekommen. In den meisten Fällen verläuft die Infektion jedoch symptomfrei und unbemerkt. Selten kommt es dazu, dass Betroffene Symptome wie leichtes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit oder Anschwellungen der Lymphknoten entwickeln.  

Bei vorhandener Immunschwäche sieht der Verlauf durchaus gefährlicher für den Infizierten aus. Das betrifft vor allem Menschen nach einer Organtransplantation, HIV- und Aids-Erkrankte oder Schwangere. Die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung einer Gehirnentzündung ist bei diesen Personengruppen deutlich höher. Welche Symptome auftreten, ist von der entzündeten Hirnregion abhängig. Häufige Erkennungszeichen sind jedoch Fieber, Verhaltensauffälligkeiten, Lähmungen, epileptische Anfälle und Kopfschmerzen.  

Behandlung und Vorbeugung von Toxoplasmose  

Bei Symptomfreiheit oder leichten Lymphknotenanschwellungen ist keine Behandlung nötig. Besteht hingegen Verdacht einer Ansteckung bei einer Person der oben genannten Gruppen, ist dringend ein Arzt aufzusuchen. Die Behandlung von Toxoplasmose erfolgt mit speziellen Antibiotika oder Antiparasitika.  

Bestenfalls wird aber an erster Stelle eine Infektion vermieden. Es ist darauf zu achten, jegliche Sorten von Obst und Gemüse stets vor dem Verzehr gründlich zu waschen. Somit können erst gar keine Parasiten in den Körper gelangen. Ebenfalls sollte kein rohes oder nicht ganz durchgegartes Fleisch konsumiert werden. Denn selbst nach einem einmaligen Abschmecken können die Erreger schon übertragen werden. Dies gilt auch für die Stubentiger. Es wird geraten, Hauskatzen mit Dosen- und Trockenfutter zu ernähren und auf Rohfleisch zu verzichten. Andernfalls empfiehlt es sich, Abstand zu halten, wenn ungewiss ist, ob sie rohes Fleisch verzehrt haben. Dazu ist das Klo der Vierbeiner regelmäßig und ordentlich zu reinigen. Und ganz wichtig: Nach der Prozedur darf eine gründliche Handwäsche nicht fehlen. Beim Befolgen dieser simplen Hygienemaßnahmen besteht wenig Sorge über eine Infektion mit Toxoplasmose.