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Iliosakralgelenk-Syndrom

Probleme mit dem ISG? 3 Übungen, um die Rückenschmerzen zu behandeln

Schmerzen am Iliosakralgelenk können mit kurzen Übungen gelindert werden. Vorher sollte jedoch eine Absprache mit dem Arzt erfolgen.
Bild: buritora, stock.adobe.com
Schmerzen am Iliosakralgelenk können mit kurzen Übungen gelindert werden. Vorher sollte jedoch eine Absprache mit dem Arzt erfolgen.

Bei Schmerzen im Iliosakralgelenk spricht man auch vom ISG-Syndrom. Dieses kann von Verspannungen kommen. Wie Sie mit Übungen die Beweglichkeit verbessern und akute Beschwerden beseitigen können...

iFuse-Implantat

Häufig lassen sich Schmerzen im unteren Rückenbereich auf das Iliosakralgelenk (ISG) zurückführen, das sich im Becken zwischen dem Kreuz- und Darmbein befindet. Bei Beschwerden empfiehlt es sich, für eine genaue Diagnose und Behandlung zunächst einen Facharzt aufzusuchen.

Behandlungsmethoden einer ISG-Erkrankung

Liegt eine ISG-Erkrankung vor, folgen in der Regel konservative Behandlungsmöglichkeiten. Dazu gehören:

  • Physiotherapie
  • Schmerzmedikation
  • Beckenbandagen

Zusätzlich lassen sich unterstützende Maßnahmen auch von zu Hause aus umsetzen. 

3 Übungen gegen Schmerzen am ISG

  1. Verspannungen lösen
    Blockiert das Gelenk beispielsweise bei einem Sturz, können Betroffene eigenständig eine Linderung der Schmerzen erzielen, indem sie dem ISG-Bereich zum Beispiel mittels Wärmeflaschen oder -salben Wärme zuführen. Ebenso helfen Saunagänge oder heiße Bäder. Besonders tief dringen die Strahlen von Infrarotlampen ein. „Durch die Erwärmung weiten sich die Gefäße und die Durchblutung verbessert sich. Diese Maßnahmen kurbeln außerdem den Stoffwechsel im Gewebe an, sorgen für eine Entspannung der Muskulatur und begünstigen die Verteilung der Gelenkflüssigkeit. All das erleichtert Bewegungen und verringert so die Schmerzen“, erklärt Dr. med. Markus Donat, Neurochirurg aus dem Wirbelsäulenzentrum am Stiglmaierplatz in München.
    Dr. med. Markus Donat ist Neurochirurg aus dem Wirbelsäulenzentrum am Stiglmaierplatz in München.
    Dr. med. Markus Donat ist Neurochirurg aus dem Wirbelsäulenzentrum am Stiglmaierplatz in München.
  2. Beweglichkeit verbessern
    Auch körperliche Aktivitäten wie Spaziergänge helfen, Blockaden zu lösen. Zudem reduzieren bestimmte Mobilitätsübungen – insbesondere ein Becken- und Rumpfmuskeltraining – die Schmerzen, indem die Körperstelle gezielt gekräftigt und gedehnt wird. Idealerweise erlernen Patienten die Übungen von einem Physiotherapeuten, bevor sie diese alleine durchführen. Wer aufgrund der Beschwerden allerdings im Bett liegen bleibt und sich schont, verschlimmert meist die Symptome. „Um die ISG-Schmerzen zu lindern oder sogar künftig zu vermeiden, gilt es letztlich, körperliche Aktivitäten in den Alltag einzubauen. Sitzen Betroffene jeden Tag sehr lange, zum Beispiel während der Büroarbeit, sollten sie mindestens alle 30 Minuten aufstehen. Ausreichend Bewegung sorgt zudem für ein gesundes Körpergewicht, was wiederum eine unnötig starke Belastung des Gelenks verhindert“, betont Dr. Donat.

  3. Akute Schmerzen beseitigen
    Lassen sich beispielsweise bei einer sehr ausgeprägten ISG-Erkrankung die Beschwerden im unteren Rücken mit konservativen Maßnahmen nicht bewältigen, erzielt ein minimalinvasiver Eingriff mit dem iFuse-Implantat die gewünschte Besserung. „Dieses sorgt mit seiner dreieckigen Form für mehr Stabilität im Gelenk. Dazu trägt auch die poröse Oberflächenbeschaffenheit des Implantats bei, welche ein Verwachsen mit dem umliegenden Gewebe ermöglicht. So bleibt das Implantat dauerhaft an der gewünschten Stelle“, erläutert Dr. Donat. Krankenkassen kommen in der Regel für die gesamten Kosten dieser 30-minütigen Behandlung auf.

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