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Demenz

Diagnose Demenz: Gedächtnissprechstunde in Augsburg

Diagnose Demenz: Die Gedächtnissprechstunde in Augsburg
Bild: , (C) Bezirkskrankenhaus Augsburg
Diagnose Demenz: Die Gedächtnissprechstunde in Augsburg

Eine frühzeitige Demenz-Diagnose ist für die Behandlung der Krankheit sehr wichtig. Eine besonders persönliche und umfassende Untersuchung bietet die Gedächtnissprechstunde am Augsburger Bezirkskrankenhaus.

Ilaria Wollek

Mit dem zunehmenden Lebensalter fragen sich viele Menschen, ob Konzentrationsdefizite und Gedächtnislücken altersbedingt normal sind, oder schon als ein Anzeichen von Demenz gelten. Um Klarheit zu schaffen und Betroffenen Sicherheit zu geben, gibt es am Bezirkskrankenhaus Augsburg das Gedächtnis- und Therapiezentrum. Die dort angebotene Gedächtnissprechstunde soll den Patient:innen und Angehörigen den Weg zu unterschiedlichen Arztpraxen und einen langwierigen Diagnoseprozess ersparen. Das Besondere an der Gedächtnissprechstunde: Das Team des Gedächtnis- und Therapiezentrums nimmt sich für ihre Patient:innen und deren Angehörigen einen ganzen Tag Zeit.

Körperliche und neurologische Untersuchungen führen zur Diagnose Demenz

Augsburger, die einen Verdacht auf eine Demenzerkrankung haben oder eine sichere Demenz-Diagnose wünschen, können telefonisch eine Sprechstunde am Gedächtnis- und Therapiezentrum Augsburg vereinbaren. Betroffene kommen für die Gedächtnissprechstunde allein oder in Begleitung von Angehörigen für einen Tag an das BKH Augsburg. Wichtig ist, dass eine im Vorhinein ambulant durchgeführte Bildgebung des Gehirns (CT/MRT) mitgebracht wird. Diese kann beim eigenen Hausarzt angefragt werden. Während des Aufenthalts im Gedächtnis- und Therapiezentrum führen die Klinikmitarbeiter:innen dann verschiedene Tests durch, um die Symptome besser einordnen zu können.

Maßnahmen sind unter anderem:

  • Analyse des Gesundheitszustandes und des persönlichen Hintergrunds
  • Blutabnahme
  • EKG-Untersuchung und Elektroenzephalographie (EEG)
  • Neuropsychologische Testung durch Psychologen
  • Ausführliche, ärztliche Anamnese
  • Körperliche, neurologische und psychiatrische Untersuchungen

Nach den unterschiedlichen Tests werden die Ergebnisse und Befunde durch einen Arzt beurteilt. Anschließend gibt der oberärztliche Leiter des Gedächtnis- und Therapiezentrums den Betroffenen weitere Empfehlungen. Den Patient:innen wird zudem eine weiterführende sozialgerontologische Begleitung angeboten. Ein Gerontologe beschäftigt sich mit dem Alterungsprozess des Menschen und entwickelt Konzepte, um ein gesundes und zufriedenes Altern zu ermöglichen. Das heißt er unterstützt die Betroffenen und deren Angehörige darin, nach der Gedächtnissprechstunde Hilfeleistungen zu beantragen oder eine ambulante Anlaufstelle zu finden.

Die Lebensqualität der Patient:innen steht im Vordergrund

Bei der Gedächtnissprechstunde geht es vor allem darum, eine sichere Demenz-Diagnose mit einer individuellen Symptombehandlung zu treffen. Ein Arzt kann nach der Sprechstunde auch eine Empfehlung für weiterführende Therapiemaßnahmen geben. Im Vordergrund steht außerdem die Selbstständigkeit der Patient:innen zu stabilisieren und die Lebensqualität so gut es geht zu erhalten. Im Vergleich zu einem kurzen Untersuchungstermin beim Facharzt, nimmt sich das Team des Gedächtnis- und Therapiezentrums die Zeit, die Patient:innensituation im Ganzen zu betrachten. Denn auch den Angehörigen soll ausführlich erklärt werden, was eine Demenzerkrankung ist und wie der Umgang im Alltag funktioniert.

Wie können Interessierte Kontakt aufnehmen?

Für die Terminvereinbarung melden sich Interessierte telefonisch bei der zentralen Rufnummer des Gedächtnis- und Therapiezentrums. Alle Informationen zu den Kontaktdaten der Demenz-Diagnose gibt es auf der Website der Bezirkskliniken Schwaben.