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Haustiere

Nur ein Kratzer?

Ein Kratzer durch Hund, Katze und Co. ist schnell passiert.
Bild: Pavlo, stock.adobe.com
Ein Kratzer durch Hund, Katze und Co. ist schnell passiert.

Verletzungen durch Haustiere sollten ernst genommen werden: Meist sieht eine kleine Biss- oder Kratzwunde harmlos aus, doch kann sie insbesondere für Diabetiker schnell lebensbedrohlich werden.


Sie heißen Streptokokken, Staphylokokken und Pasteurellen: Wenn ein Haustier kratzt oder beißt, können Bakterien in den Körper dringen. Auch wenn von außen nicht viel zu sehen ist, können die nadelspitzen Zähne einer Katze zentimetertief in die Haut dringen. In vielen Fällen entzünden sich die Wunden. "Nehmen Sie solche Verletzungen durch Haustiere immer ernst", warnt Dr. Thomas Fenner, Facharzt für Mikrobiologie aus Hamburg, im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber".

Diabetes kann das Risiko für Infektionen erhöhen

Wer Diabetes hat, muss besonders vorsichtig sein. "Bei dauerhaft hohen Zuckerwerten sind oft die Abwehrkräfte geschwächt. Diabetiker haben dann ein höheres Risiko für Infektionen", erklärt Mikrobiologe Fenner. Kritisch sei es, wenn bakterielle Entzündungen auf Gelenke und Knochen übergreifen oder sich über den Blutkreislauf im ganzen Körper ausbreiten - was innerhalb weniger Stunden passieren kann. Schlimmstenfalls drohen lebensgefährliche Komplikationen wie Sepsis ("Blutvergiftung") oder Hirnhautentzündung.

Auch an Tetanusimpfung denken

Bei Bissverletzungen jeder Art sollte die Wunde daher umgehend mit Wasser und Seife gereinigt und anschließend gründlich mit einer alkoholischen Desinfektionslösung behandelt werden. Wer keine aktuelle Tetanusimpfung hat, muss die Immunisierung schnellstmöglich nachholen. Einen Arzt aufsuchen sollte der Betroffene auch, wenn Anzeichen einer Entzündung wie Fieber, Schmerzen, Schwellung und Rötung im Bereich der Verletzung auftreten. Hier finden Sie mehr Informationen zum Thema Familie.