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Tipps für den Plärrer

Übelkeit oder Schwindel auf Achterbahn, Karussell & Co.? Muss nicht sein!

Eine Achterbahnfahrt ist unversehbar - außer man sitzt möglichst weit vorne. Hier wird Fahrgästen nicht ganz so schnell übel.
Eine Achterbahnfahrt ist unversehbar - außer man sitzt möglichst weit vorne. Hier wird Fahrgästen nicht ganz so schnell übel.

Wilde Fahrten im Freizeitpark oder auf dem Volksfest geben manchen einen Adrenalinkick. Andere müssen Erbrechen, einem Schwindelgefühl vorbeugen oder haben Angst – was tun? Wie Sie entspannt über den Augsburger Plärrer schlendern…

Julia Paul

Ob auf dem Kettenkarussell, in der Leopardenspur, beim Riesenkettenflieger „Jules Verne Tower“, dem Freifallturm „Sky Fall“ oder in der Achterbahn „Drifting Coaster“: Auf dem Augsburger Plärrer ist viel Action geboten. Doch nicht jede und jeder mag das – und vor allem: Nicht alle Körper vertragen es. Ungewohnte Bewegungen und unerwartete Beschleunigungen bescheren den einen ein spannendes Kitzeln im Bauch, anderen ernsthafte Probleme.

Osterplärrer 2022: Was, wann und wo? Hier kommen Sie zu den wichtigsten Infos.

Aber warum ist das so? Auf diese Frage haben selbst Forscherinnen und Forscher noch keine sichere Antwort. Natürlich gibt es gewisse Faktoren, die Übelkeit oder Schwindel auf und nach Fahrgeschäften begünstigen. Dazu gehören zum Beispiel fettige, deftige Speisen oder alkoholische Getränke. Doch auch wenn man beides weglässt, unterscheiden sich die Körper in ihren Reaktionen auf den Trubel des Rummels.

Das passiert mit dem Körper auf dem Augsburger Plärrer

Grundsätzlich lassen sich die meisten Probleme aber damit erklären, dass wir unseren Körper in wilden Karussells in einen Ausnahmezustand versetzen. Während die eine Achterbahn steil bergauf, herunter und rasant um Kurven fährt, dreht sich das andere Fahrgeschäft nur im Kreis. Dritte schlagen Loopings, dabei verhält es sich ähnlich wie beim Autofahren: Der Fahrer weiß, was als nächstes passiert. Er kann sich auf die Bewegungen einstellen. Beifahrer hingegen nicht. Weil sie der Fahrt ausgesetzt sind, wird ihnen schneller schlecht. Auf Volksfesten wie dem Augsburger Plärrer sind alle Fahrgäste Beifahrer.

Welche Fahrgeschäfte es überhaupt auf dem Plärrer gibt, erfahren Sie hier.

Durch die Drehungen, das Beschleunigen und Bremsen senden die Augen und der Gleichgewichtssinn widersprüchliche Signale ans Gehirn. Im Extremfall kann das zur sogenannten Bewegungskrankheit führen. Diese zeigt sich unter anderem an folgenden Symptomen:

  • Übelkeit
  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Schwitzen bei kalter Haut
  • Blässe im Gesicht

Dazu kann es zu einer Angstreaktion kommen, bei der sich die Blutgefäße verengen und der Blutdruck steigt. Bei manchen Menschen kann das bis hin zu einer Panik führen.

Auch beim Karussellfahren können Übelkeit oder Schwindelgefühle auftreten.
Auch beim Karussellfahren können Übelkeit oder Schwindelgefühle auftreten.

5 Tipps: Übelkeit, Schwindel & Co. auf dem Plärrer vermeiden

1.      Davor nichts essen

Auch wenn das Angebot der Imbissbuden und Bierzelte auf dem Augsburger Plärrer verlockend ist: Wer noch mit den Fahrgeschäften fahren möchte, sollte das Essen auf danach legen. Das rät auch Maik Landwermann. Ihm und seiner Frau Stefanie gehört das Rund- und Hochfahrgeschäft „Kick Down“. Zum Wohl seiner Gäste meint der Schausteller: „Wenn man einen empfindlichen Magen hat, vorher einfach keine Fisch- oder Bratwurstsemmel essen“. Und er hat recht, schließlich kann man sich die auch später noch schmecken lassen.

2.      Bloß kein Alkohol

Auch auf die Maß Bier sollten Fahrgäste verzichten, wenn sie eine Runde mit Karussell, Achterbahn & Co. drehen möchten. Durch den Konsum alkoholischer Getränke sind die Sinne betäubt und der Magen gereizt. Die Folge: Alles dreht sich noch schneller.

3.      Wenn es geht: vorwärts

Wer vermeiden will, dass ihm oder ihr auf dem Volksfestplatz übel wird, sollte der oder die auch aktiv etwas dagegen tun. An dieser Stelle eignet sich der Auto-Vergleich noch einmal: Wer möglichst weit vorne sitzt und sieht, wo die Achterbahn hinfährt, kann sich entsprechend vorbereiten. Natürlich geht das auf dem Augsburger Plärrer auch nur bedingt, zum Beispiel beim „Drifting Coaster“. Beim „Kick Down“ oder „Break Dance“ sind die Bewegungen des Fahrgeschäfts unvorhersehbar – und unberechenbar.

Doch auch hier vermeidet man große Bewegungen, indem man den Kopf anlehnt. Allerdings kann gerade das zu Erschütterungen im Kopf führen – ähnlich wie beim Autoscooter. Hiervon gibt es ebenfalls auf jedem Volksfest mindestens einen; auf dem Augsburger Plärrer sind es sogar zwei. Bei einem übermutigen Fahrstil können sich Gäste schnell mal ein leichtes Schleudertrauma, Blutergüsse oder Nackenschmerzen zuziehen.

4.      Atem- und Entspannungsübungen

Plärrerbesucherinnen und -besucher, die es erst gar nicht in die Gondel einer der Volksfest-Attraktionen schaffen, könnten sich über diese Hilfe freuen: Kurz vor der Fahrt mit geschlossenen Augen durchatmen. Eine besonders beliebte Entspannungstechnik bei Angst und Bammel ist, diese einfach abzuschütteln. Dabei sollte der ganze Körper in Bewegung kommen – insbesondere aber die Schultern, die oft die Last tragen.

5.      Gefahren vermeiden

Doch trotz all den Tipps, um Übelkeit und Schwindel zu vermeiden, muss der letzte lauten: Hören Sie auf Ihren Körper. Signalisiert er, dass noch eine Fahrt nicht gut für die Gesundheit ist, indem er die genannten Signale ausstrahlt, sollten Betroffene darauf hören. Besonders wer bereits Probleme mit der Wirbelsäule, Bluthochdruck oder andere Erkrankungen hat, muss sich zweimal überlegen, ob sich die Fahrt mit der Achterbahn, dem Karussell oder Ähnlichem wirklich lohnt.

Für Familien ist wichtig, die an den Fahrgeschäften angegebenen Altersgrenzen zu berücksichtigen – nicht nur zur eigenen Sicherheit während der Fahrt, sondern auch für die Gesundheit der Kinder.

Mehr darüber, wie Sie sich bei Ihrem Plärrerbesuch vor Corona schützen können, lesen Sie hier.