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Wechseljahre

Therapie gegen Hitzewallungen  und Co.

Die Wechseljahre sollte frau als Beginn eines neuen Lebensabschnitts und nicht als Belastung sehen. Gegen Beschwerden gibt es einige Mittel.
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Die Wechseljahre sollte frau als Beginn eines neuen Lebensabschnitts und nicht als Belastung sehen. Gegen Beschwerden gibt es einige Mittel.

Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen: Manche Frauen sind in den Wechseljahren völlig beschwerdefrei, andere hingegen sind stark betroffen. Für diese Frauen gibt es eine Therapie.


Eine neue Hormonkombination aus einem körperidentischen Östrogen und einem Gestagen (NOMAC = Nomegestrolacetat) kann typische Beschwerden wie Hitzewallungen lindern. Die Tabletten werden sequenziell verabreicht. Das heißt: Die Behandlung wird in zwei Phasen unterteilt.

In der ersten Phase (10 Tage) werden ausschließlich Östrogene zugeführt, in der zweiten Phase (14 Tage) wird zusätzlich ein Gestagen verabreicht. Dann folgen vier Tage, an denen gar keine Hormone eingenommen werden. In dieser Pause setzt die Regelblutung ein.

Symptome werden gelindert

Der Vorteil: Die Therapie ist dem weiblichen Zyklus nachempfunden und Frauen können so ihre Blutung besser kontrollieren. Symptome wie Hitzewallungen werden deutlich gelindert. Das Gestagen ist besser verträglich und Frauen vermeiden ein erhöhtes Brustkrebs- oder Herzinfarktrisiko.

Auch einer Osteoporose wird durch die Einnahme von Östrogen vorgebeugt. Denn: In der Menopause sinkt der Östrogenspiegel. Da das Hormon jedoch den Knochen stärkt, kann ein Mangel daran den natürlichen Knochenabbau gefährlich beschleunigen. Hier kann eine Hormonersatztherapie positive Effekte erzielen.

Tipps für die neue Lebensphase

Eine medikamentöse Hormontherapie ist aber nicht immer nötig. Wer in den Wechseljahren nur unter leichten Beschwerden leidet, dem kann es oft schon helfen, seine Lebensgewohnheiten umzustellen.

Bei unangenehmen Schweißausbrüchen etwa gilt: Kräutertees aus Salbei oder Hopfen können Linderung verschaffen. Meiden Sie zudem Koffein und Alkohol. Auch stark gewürzte Speisen begünstigen Hitzewallungen. Tragen Sie außerdem Kleidung aus Naturfasern, da sie Schweiß besser aufnehmen kann. Wechselduschen oder -bäder sowie regelmäßige körperliche Aktivität trainieren die Blutgefäße und halten so die Körpertemperatur im Gleichgewicht.

Wer unter Schlafstörungen leidet, dem kann Melissentee helfen. Einfach zwei Tassen vor dem Zubettgehen trinken. Auch Entspannungsübungen helfen. Wer viel grübelt, sollte Erlebnisse oder Sorgen vor dem Schlafengehen notieren – so hält das Gedankenkarussell Sie nicht wach.

Wichtig: Starten Sie aktiv und positiv in die neue Lebensphase und sehen Sie die Wechseljahre nicht als Hindernis, sondern als einen weiteren, spannenden Abschnitt in Ihrem Leben! (akz)

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