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Koronare Herzerkrankung

Neue Anlaufstelle bei Herzproblemen in Augsburg

PD Dr. Massimiliano Fusaro im Herzkatheterlabor im Vincentinum.
Bild: Birgit Waldmann, AZ
PD Dr. Massimiliano Fusaro im Herzkatheterlabor im Vincentinum.

Atemnot, Herzrasen oder ein beklemmendes Gefühl in der Brust? Bei solchen Anzeichen sollte man nicht lange warten, sondern schnellstmöglich einen Herzspezialisten  aufsuchen, um die Ursache zu finden und sie möglichst schnell beseitigen zu können. In Augsburg gibt es dafür einen neuen Ansprechpartner.

Birgit Waldmann

Arteriosklerose und ihre Folgeerkrankungen wie Koronare Herzerkrankung (KHK), Angina Pectoris oder Herzinfarkt sind in Deutschland die am weitverbreitetsten chronischen Erkrankungen und häufigste Sterbeursache. Dieser Tatsache trägt die Klinik Vincentinum Rechnung und hat die neue Abteilung für Interventionelle Kardiologie eingerichtet.

Ihr Ziel: Verengte Herzkranzgefäße mit den neuesten und besten technischen Materialien zu weiten und damit die Lebensqualität der Betroffenen dauerhaft zu verbessern - auch und ganz besonders bei Patientinnen und Patienten mit sehr schwieriger Anatomie der Koronarstenosen (Gefäßverengungen) und oder die zusätzlich unter weiteren chronischen Erkrankungen leiden.

Spezialist für Herzprobleme

Leiter und Chefarzt der neuen Abteilung ist Privatdozent Dr. med. Massimiliano Fusaro. Der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie forscht und behandelt seit vielen Jahren auf diesem Gebiet - bisher im Deutschen Herzzentrum in München - und besitzt auch die Zusatzqualifikationen Interventionelle Kardiologie und Interventionelle Therapie der arteriellen Gefäßerkrankungen (DGK). Unterstützt wird er im neuen Herzkatheterlabor im Vincentinum von einem erfahrenen Pflege- und Assistenzteam unter der Leitung von Benjamin Olden.

Herzkatheteruntersuchung bei Herzproblemen

Die Detailaufnahme zeigt einen Ballonkatheter mit dem verengte Gefäße wieder geweitet werden können.
Bild: Birgit Waldmann, AZ
Die Detailaufnahme zeigt einen Ballonkatheter mit dem verengte Gefäße wieder geweitet werden können.

Zur Diagnostik stehen dem Team dabei zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Goldstandard-Methode für eine Koronar-Angiographie ist die Herzkatheteruntersuchung, bei der Dr. Fusaro einen dünnen Schlauch in die Arterie bis zum Herzen führt. Damit die Patienten nach dem Eingriff schnell wieder mobil sind, erfolgt dies meist am Handgelenk anstatt über die Leiste. Röntgentechnik macht dabei die Herzkranzgefäße sowie mögliche Verengungen und Verschlüsse durch Kontrastmittel sichtbar.

Verengungen und Verschlüssen wird üblicherweise die verengte Stelle im Blutgefäß mit einem Ballonkatheter geweitet und mit einem dünnen, manchmal sogar medikamentenbeschichteten Röhrchen aus Metallgeflecht (Stent) als Gefäßstütze stabilisiert.

Ursache für viele Herzprobleme gleich  beseitigen

Wo die Ablagerungen bereits sehr stark kalzifiziert und extrem hart sind und eine Gefäßaufdehnung durch einen Ballonkatheter nicht mehr möglich ist, kommt die Rotablation zum Einsatz. Dabei trägt ein Katheter mit rotierendem Bohrkopf die Ablagerungen an der Engstelle ab - eine Technik, die selten und nur an den spezialisiertesten Kliniken ausgeführt wird.

Wichtig ist Dr. Fusaro: „Mit unserer genauen Diagnostik und den hochwertigen Behandlungsmethoden auch in schweren Fällen können wir jedem Patienten eine maßgeschneiderte Behandlung garantieren, um ihm auch ohne risikoreiche Bypass-Operation wieder mehr Lebensqualität trotz einer Koronaren Herzkrankheit zu geben.“

Großen Wert legt der Chefarzt dabei auch auf einen interdisziplinären Austausch mit den Kollegen im Gesundheitspark Vincentinum und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten. (AZ)

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