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Tipps fürs Autofahren mit Diabetes

Mit neuen Therapien Unterzucker vorbeugen

Besonders während des Auto fahrens sollte man auf seinen Blutzuckerspiegel als Diabetiker achten.
Bild: Pexels, akz-o
Besonders während des Auto fahrens sollte man auf seinen Blutzuckerspiegel als Diabetiker achten.

Eine Unterzuckerung ist für Menschen mit Diabetes eine beängstigende Vorstellung. Insbesondere unter einer Therapie mit Insulin können plötzlich Symptome wie Schwindel, Zittern oder Unwohlsein auftreten.


Besonders beim Autofahren kann das gefährlich werden. Mit einfachen Tipps und modernen Insulintherapien lässt sich das Risiko aber deutlich reduzieren.

Es stehen heute Insuline zur Verfügung, die gegenüber älteren Präparaten von vornherein ein geringeres Risiko für Unterzuckerungen (Hypoglykämien) haben, wie zum Beispiel langwirkende Insulinanaloga. Diese zeichnen sich durch eine verzögerte Aufnahme in den Blutkreislauf aus und wirken gleichmäßiger als ältere Insuline. Das Risiko einer Unterzuckerung kann so gesenkt werden. Dies ist besonders beim Autofahren wichtig, da schon leichter Unterzucker die Konzentration und das Reaktionsvermögen stark herabsetzen kann.

Tipps für die Fahrt

Bevor sich Menschen mit Diabetes, bei denen aufgrund der Therapie ein Unterzuckerungsrisiko besteht, hinters Steuer setzen, sollten sie vor jeder Fahrt den Blutzucker messen und handschriftlich dokumentieren.

Traubenzucker, Limonade oder Cola bewirken bei einer akuten Unterzuckerung, dass der Blutzuckerspiegel schnell wieder steigt. Bitte dann Finger weg von Cola light oder anderen Diät-Produkten. Legen Sie bei längeren Strecken am besten alle zwei Stunden eine kurze Pause ein und essen Sie zum Beispiel stündlich kleinere kohlenhydratreiche Snacks (z. B. Banane oder Müsliriegel). Längere Nachtfahrten sollten Sie möglichst vermeiden. Ebenfalls wichtig: Vor einer längeren Autofahrt sollten Sie niemals mehr als die übliche Insulinmenge spritzen bzw. nie weniger als üblich essen! Der Verzicht auf Alkohol und regelmäßige augenärztliche Kontrollen sollten selbstverständlich sein.

Warnsignale ernst nehmen

Im schlimmsten Fall kann eine Unterzuckerung zur Bewusstlosigkeit führen. Fahren Sie erst weiter, wenn es Ihnen gut geht. Wichtig: Wenn eine Hypoglykämie häufiger auftritt oder wenn Sie unsicher sind, sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen. Eventuell kann die Therapie noch verbessert werden. (akz/o)