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Koronare Herzerkrankungen

Augsburger Kardiologe betont: Keine Angst vor Eingriffen am Herzen

Dr. med. Massimiliano Fusaro, Chefarzt der Abteilung für Interventionelle Kardiologie am Augsburger Vincentinum.
Bild: , (C) Klinik Vincentinum
Dr. med. Massimiliano Fusaro, Chefarzt der Abteilung für Interventionelle Kardiologie am Augsburger Vincentinum.

Aus Angst vor dem folgenden Eingriff scheuen viele Menschen den Gang zum Arzt. Dabei bewahren Vorsorge und rechtzeitige Diagnosen vor Schlimmerem: Dr. Massimiliano Fusaro, Kardiologe am Augsburger Vincentinum, über die Herzkatheteruntersuchung.

Linda Maria Filser

„Es ist wichtig, dass wir den Leuten die Angst nehmen“, betont Dr. Massimiliano Fusaro, Chefarzt der Abteilung für Interventionelle Kardiologie an der Augsburger Klinik Vincentinum ist. „Aber genau das ist der Punkt: Alle haben Angst vor Herzproblemen. Behandelt man sie aber rechtzeitig, sind sie beherrschbar“, weiß der Augsburger Experte für Herzensangelegenheiten. Denn die medizinischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte haben auch in der Kardiologie die Behandlungsmethoden revolutioniert: Sowohl Medikamente als auch Technik und Arbeitsmaterialien haben sich deutlich verbessert.

 

Dynamik der koronaren Herzkrankheit erfordert dauerhafte Beobachtung

 „Patienten mit Verdacht auf eine Koronare Herzkrankheit (KHK) oder einer bestätigten Diagnose, werden zunächst vom niedergelassenen Arzt untersucht und medikamentös behandelt um die Beschwerden zu lindern. Das geht meist eine ganze Zeit lang gut, es gibt mittlerweile sehr gute und effektive Medikamente“, spricht er aus Erfahrung. Die KHK, also die Verengung oder gar der Verschluss der Koronargefäße, entsteht durch Arteriosklerose und ist dadurch sehr dynamisch. Auch wenn Patienten bereits Medikamente erhalten, können sich weiter Plaques in den Blutgefäßen ablagern und dadurch die KHK verschlimmern.

„Und dann kommen wir in eine Grauzone: Wer schon eine erste Diagnose hat und medikamentös eingestellt ist, traut sich oft bei neuen Symptomen nicht, wieder zu kommen.“ Doch gerade diese Patienten sollten den wiederholten Gang zum Arzt nicht scheuen: „Durch die Medikamente entsteht ein Gleichgewicht. Sind die Herzkranzgefäße aber zu eng geworden und treten neue Symptome auf, ist die Balance nicht mehr gegeben und man sollte die Erkrankung nochmal genauer durch eine Herzkatheteruntersuchung genauer diagnostizieren und falls nötig auch invasiv behandeln lassen“, erklärt der Augsburger Kardiologe.

Das hochmoderne Herzkathederlaborim Augsburger Vincentinum

Und genau hier setzt Dr. Fusaro mit seinem Team an: wenn eine konservative Therapie durch Reduktion von Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder Bluthochdruck oder eine medikamentöse Behandlung nicht mehr ausreichend ist, kann er die betroffenen Herzkranzgefäße im hochmodernen Herzkatheterlabor des Vincentinums im Rahmen eines minimalinvasiven Eingriffs erweitern. Es ist also oftmals keine große Bypass-OP am offenen Herzen mehr nötig, um verstopfte Koronararterien zu beheben.

Keine Angst vor Herzkatheteruntersuchungen: Herr Dr. Fusaro und Benjamin Olden, Bereichsleiter im Funktionsdienst, im Herzkathederlabor des Augsburger Vincentinums.
Bild: (C) Klinik Vincentinum
Keine Angst vor Herzkatheteruntersuchungen: Herr Dr. Fusaro und Benjamin Olden, Bereichsleiter im Funktionsdienst, im Herzkathederlabor des Augsburger Vincentinums.

„Stattdessen führen wir einen Schlauch von zwei Millimetern Durchmesser ein: Bei 90% Prozent der Patienten passiert das über das Handgelenk, bei einigen ist es besser, den Zugang an der Leiste zu legen.“ Außerdem ist für die Behandlung keine Narkose nötig: Eine leichte Sedierung und lokale Betäubung reichen vollkommen aus.  Mithilfe eines Ballonkatheters wird die betreffende Stelle im Blutgefäß geweitet und durch einen Stent stabilisiert. Im Vincentinum stehen Dr. Fusaro auch verschiedenste moderne Materialien und Instrumente zur Verfügung, um besonders schwere Fälle der KHK erfolgreich zu behandeln. Darin hat der Experte, vorher jahrelang im Deutschen Herzzentrum in München tätig, auch die nötige Erfahrung.

 

Augsburger Kardiologe: Notfälle vermeiden durch rechtzeitige Vorsorge

So können Dr. Fusaro und sein Team heute die Koronare Herzkrankheit gut behandeln, ganz in Ruhe und ohne, dass der Patient zum Notfall wird. Wer rechtzeitig handelt, kann sich seinen behandelnden Arzt also aussuchen oder verschiedene Therapieansätze in Erwägung ziehen. „Aber wenn der Herzinfarkt einmal da ist, dann sollte es schnell gehen: Im Notfall gibt es oftmals keine Entscheidungsmöglichkeiten“, betont der Kardiologe aus Augsburg.

Zumal der Herzinfarkt erstmal erkannt werden muss: Die bekannten Symptome – starkes Engegefühl in der Brust, stechende Schmerzen hinter dem Brustbein, Schmerzen im Arm – sind nicht unbedingt eindeutig. Es gibt auch atypische Merkmale, besonders bei Frauen treten diese wesentlich häufiger als die „typischen“ Herzinfarkt-Symptome auf. „Egal wie man es dreht und wendet: Der bequemste, einfachste und sicherste Weg bei Problemen mit dem Herzen ist die Vorsorge“, rät der Augsburger Kardiologe.