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Rückblick: Wie sag ich es meinem Arzt? Richtige Arzt-Patienten-Kommunikation.

Rückblick: Wie sag ich es meinem Arzt? Richtige Arzt-Patienten-Kommunikation.

Wer kam schon nicht vom Arzt mit dem Gefühl:
Habe ich alles wirklich genau so vorgestellt und gesagt, dass mein Arzt mich verstanden hat?
Oder der umgekehrte Fall: Sie haben nicht wirklich alles verstanden, was Ihnen Ihr Arzt mitgeteilt hat?
Die Kommunikation zwischen Patient und Arzt ist ungeheuer wichtig für den Behandlungserfolg.

Deshalb werden wir am Samstag, 18. Oktober um 14 Uhr ein Expertengespräch auf unserer Aktionsbühne in der Halle 5 vorstellen, das sich um diese Problematik dreht.

Tabletten und Therapien können nur wirken, wenn sie, wie verordnet, eingenommen bzw. angewendet werden. Manchmal haben Patienten aber Zweifel über die Wirksamkeit ihrer Behandlung und haben Angst vor möglichen Nebenwirkungen. Dies offen mit dem Arzt zu besprechen ist ein wichtiger Schritt, den Patienten selbstbewusst gehen sollten.
Wie sieht nun so ein selbstbewusstes Gespräch mit dem Arzt aus? Dies soll in einer Experten-Gesprächsrunde diskutiert werden.

Sie erfahren, wie Sie ein Gespräch richtig vorbereiten und durchführen können, auf was Sie achten sollten.
Auch der Arzt kann hier viel erfahren, welche Fragen einen Patienten bewegen.
Wie eine beiderseitige besssere Kommunikation hilft, richtige Entscheidungen zu treffen.

Expertengespräch Aktionsbühne Samstag, 18.10. von 14 – 15 Uhr
Am Samstag widmen sich 4 Experten diesem Thema:
Teilnehmer: Prof. Dr. med. Norbert Frickhofen, Direktor der Dr. Horst Schmidt Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin, HSK, Wiesbaden; Doris Christiane Schmitt, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit Brustkrebs Deutschland, Kommunikationstraining Arzt-Patienten-Kommunikation (Schwerpunkt Brustkrebs, Lungenkrebs); M.A. Cristina Galfetti, Psychologisches Patienten-Coaching, Sozialpsychologin, Firma cg empowerment, Meisterschwanden aus der Schweiz und Susanne Wüste, Pain Nurse aus Lindlar.
Professor Frickhofen: „Steigende Patientenzahlen, Technik-dominierte Medizin, unter 10 Minuten Patientenkontakt beim niedergelassenen Arzt: Für viele Patienten und Ärzte sind das unbefriedigende Trends. Krebserkrankungen sind ein typische Beispiel für die Wichtigkeit des Gesprächs: Durch neue Verfahren und Medikamente können manche früher schnell tödliche Erkrankungen in längerfristig stabile Erkrankungen bei guter Lebensqualität umgewandelt werden. Dies erfordert aber um so mehr Zeit für Gespräche, u. a. um die individuell beste Therapie zu finden. Dazu braucht es kommunikative Kompetenz des Arztes. Und es braucht den informierten Patient, der in der Lage ist, bei Entscheidungen mitzuwirken („shared decision“), soweit er es will.“
Doris Christiane Schmitt: Das Gespräch zwischen Arzt und Patient beeinflusst den Erfolg der Behandlung. Informierte Patienten werden mit eventuell auftretenden Nebenwirkungen der Therapie besser umgehen können. Deshalb ist es wichtig, dass Patienten sich gut vorbereitet und selbstbewusst in das Gespräch mit ihrem Arzt einbringen und die für sie wichtigen Fragen beantwortet erhalten.
M.A. Christina Galfetti: Reden will gelernt sein. Patienten machen verschiedene Phasen durch – je länger eine z.B. chronische Erkrankung anhält, desto mehr möchten Patienten mitreden. Eine chronische Erkrankung verändert das gesamte Leben – viele Fragen gilt es zu stellen. Der Arzt ist meist die erste Anlaufstelle und seine Reaktion ist oft entscheidend für den weiteren Verlauf der Patienten-Arzt Beziehung. Deshalb gilt es eine Sensibilisierung für die Sprache bei Ärzten und Patienten zu erreichen.
Susanne Wüste: Ein guter Therapieerfolg ist nur gewährleistet, wenn der Patient völlig hinter der für ihn zugeschnittenen Behandlung steht und alle Fragen und Zweifel ausgeräumt sind. Wichtig für seine Compliance ist, wenn der Arzt den Patienten ernst nimmt und dieser ihn als Berater sehen darf, also eine gleichwertige Partnerschaft ohne Hierarchie besteht. Dies stärkt das Vertrauen des Erkrankten immens, ist aber nur durch eine gute Kommunikation möglich. Ich denke, dass sich das Leiden an einer Erkrankung ( nicht unbedingt die Krankheit selber, sondern das Leiden daran) sehr positiv beeinflussen, manchmal sogar heilen lässt.

Ein spannendes Gespräch mit vielen Tipps und neuen Erkenntnissen erwartet Sie. Wie immer, können Sie Fragen stellen.

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Damit man sich nicht als “Karteikarte” fühlt…

Stand: 23.9.2014

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