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Rückblick: Diabetes – unterschätzte Volkskrankheit?

Rückblick: Diabetes – unterschätzte Volkskrankheit?

Zum Thema “Diabetes” werden sich unterschiedlichste Aussteller, Referenten und Experten Ihren Fragen stellen. Hier ein kleiner ‘Vorgeschmack’ auf die vielfältigen Angebote:

Zu Gast auf der Intersana:
Die “Aufklärungsinitiative Diabetes – Hören Sie auf Ihre Füsse?”

An allen 3 Messetagen informieren und beraten unterschiedlichste Experten am großen Aktions- und Informationsstand in der Halle 6:
Spannende Aktionen rund um das Thema Fußgesundheit laden zum Mitmachen ein. So können Sie beispielsweise auf einem Barfuß-Parcours das eigene Gespür in den Füßen auf die Probe stellen. Gibt es Anzeichen von Empfindungsstörungen, besteht vor Ort die Möglichkeit, einen kostenlosen Fuß-Check von einem Podologen (medizinischer Fußpfleger) durchführen zu lassen. Fachliche Beratung und Kurzvorträge der Diabetologin Dr. Nadine Mattes aus  Stuttgart runden das Programm ab.
Diabetes “geht auf die Nerven”
Diabetes schädigt nicht nur die Blutgefäße – er „geht auch auf die Nerven“. Die diabetische Neuropathie – eine Nervenschädigung infolge dauerhaft erhöhter Blutzuckerwerte – gehört zu den häufigsten Folgeerkrankungen eines Diabetes mellitus. Etwa jeder dritte Diabetiker entwickelt im Laufe der Zeit eine solche Neuropathie. Zu den ersten Warnsignalen zählen ein eingeschränktes Temperatur- oder Berührungsempfinden an den Füßen, aber auch Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Brennen, Schmerzen oder Taubheit in den Füßen können Anzeichen einer diabetischen Neuropathie sein. Wer frühzeitig handelt, kann dem Voranschreiten der Nervenschädigung entgegenwirken und schwerwiegende Komplikationen, wie das diabetische Fußsyndrom vermeiden. Betroffene sollten besonders gut auf ihre Füße achten, sie täglich begutachten und sorgfältig pflegen.
Die Diabetologin (DDG) Dr. med. Nadine Mattes ist seit 2007 in der Medizinischen Klinik 3 des Klinikums Stuttgart, Bürgerhospital u.a. in der Fußambulanz tätig und hat täglich mit verschiedenen Stadien und Folgen der diabetischen Neuropathie zu tun. Bei dem Expertengespräch steht sie Frage und Antwort zu sämtlichen Themen, die Diabetes und Füße betreffen.
Auch nach dem Gespräch und an den Folgetagen hält sie am Stand der Aufklärungsinitiative „Diabetes! Hören Sie auf Ihre Füße?“ (Halle 6, Z4) Kurzvorträge zum Thema diabetische Neuropathie und steht für individuelle Fragen, zusammen mit weiteren Experten, zur Verfügung.

Expertengespräch am Freitag, 17. Okt. von 13 – 14 Uhr – Aktionsbühne Halle 5:
Intersana_22976Bühne

„Diabetes in Deutschland – Unterschätzte Volkskrankheit?“ Die Gesprächsrunde vereint Experten, die zu unterschiedlichsten Aspekten über die neuesten Erkenntnisse informieren: Behandlungsmöglichkeiten, Ernährung und Übergewicht, sowie Folgeerkrankungen. Seit der erstmaligen Registrierung der Anzahl von Menschen mit Diabetes  in Deutschland 1960, hat deren Zahl kontinuierlich zugenommen, bis auf  heute schätzungsweise 8-10 Mio Menschen, wobei  eine Dunkelziffer von 2 Mio zusätzlich angenommen wird. Insgesamt haben also knapp 10% der deutschen Bevölkerung bereits einen Diabetes. Etwa 90% gehören dem Typ 2 Diabetes an, ca.5% haben einen Typ 1 Diabetes. Insbesondere die Anzahl älterer Menschen mit Typ 2 Diabetes nimmt zu, speziell auch aufgrund der höheren Lebenserwartung, die glücklicherweise vielen Menschen zuteil wird.

Teilnehmer:

Dr. med. Gerhard-Walter Schmeisl, Chefarzt, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologe, Angiologie, Sozialmedizin, Sportmedizin, Lehrbeauftragter Universität Würzburg, Reha-Zentrum Bad Kissingen, Klinik Saale und Chefarzt Deegenbergklinik.
Neben dem Leid vieler Menschen durch die Folgeschäden wie Makroangiopathie und Mikroangiopathie sind die Hauptkosten des Diabetes, nämlich die Behandlungskosten im Krankenhaus, speziell die akut stationäre Behandlung von Herzinfarkten, Schlaganfällen, Amputationen und Gefäßoperationen, zu nennen. Rechtzeitige Präventionsmaßnahmen zielen deshalb auch speziell auf die Prävention von Koronarer Herzerkrankung, Schlaganfall und peripherer arterieller Verschlusskrankheit, aber auch auf die Vermeidung der mikroangiopathischen Schäden wie Erblindung , Nierenerkrankungen, schwerer Neuropathie und diabetischem Fußsyndrom. Die Versorgung von Patienten mit Diabetes über die hausärztliche Versorgung hinaus geschieht durch Diabetologen, DiabetesberaterInnen, DiabetesassistentInnen, aber auch speziell ausgebildete Psychologen, Podologen und Apotheker – lediglich eine konzertierte Aktion im Sinne eines nationalen Versorgungsplanes zur Behandlung und Prävention von Diabetes miteinbezieht fehltin Deutschland. Dabei wären Präventionsmaßnahmen, wie ausreichende regelmäßige Bewegung, angepasste Ernährung (Keine Diät), der rechtzeitige Einsatz moderner Medikamente mit möglichst wenig Unterzuckerungsrisiko und keinem zusätzlichen Risiko der Gewichtszunahme eigentlich einfach umzusetzen. Lebensstiländerungen scheinen jedoch – wie die letzten Jahrzehnte zeigen – trotz aller Einsicht sehr schwer umzusetzen.

Ursula Keller-Englert, Leitende Diätassistentin, Reha-Zentrum Bad Kissingen, Klinik Rhön und Klinik Saale.
Als Diabetes-Expertin wird Frau Keller-Englert folgende Aspekte beleuchten bzw. hierzu Fragen beantworten: Low-Carb – Neuer Weg für Diabetiker? Essen unterwegs – ein unlösbares Problem? Gibt es eine spezielle “Diät” für Diabetiker? Zählt mein Steak als Kohlenhydrat-Einheit? 5 am Tag- Was bedeutet das? Wie sinnvoll sind “Light”-Produkte? Einsatz von Zuckeraustauschstoffen? Zutatenliste – geheimnissvoller Code oder Einkaufshilfe? Unterscheidet sich gesundes Essen von Menschen mit Typ 1 oder Typ 2 Diabetes?

Dr. med. Nadine Mattes, Diabetologin Aufklärungsinitiative “Diabetes! Hören Sie auf Ihre Füße?”, Bürgerhospital, Stuttgart.
Diabetes schädigt nicht nur die Blutgefäße – er “geht auch auf die Nerven”. Siehe oben.

Frank Gutzeit, Bundesbeauftragter für sehbehinderte und blinde Diabetiker Bund zur Förderung Sehbehinderter e.V.
Frank Gutzeit ist seit mehr als 33 Jahren Typ I Diabetiker und engagiert sich seit mehr als 20 Jahren in der Diabetiker Selbsthilfe. Seit seiner Sehschädigung vor einigen Jahren, bedingt durch Diabetes, ist er Mitglied im Bund zur Förderung Sehbehinderter e.V. . Sehr schnell holte ihn die Realität ein und er musste feststellen, dass es fast keine barrierefreien Hilfsmittel für sehbehinderte oder blinde Diabetiker gibt. Sprechende Insulinpumpen sind nicht vorhanden, sprechende Blutzuckermessgeräte nur sehr wenig und auch nur bedingt nutzbar und auch beim spritzen von Insulin stossen Menschen mit Sehbehinderung immer wieder auf Hürden. Deshalb hat er es sich zur Aufgabe gemacht, eine schnelle Umsetzung der UN Behinderten RechtsKonvention (UN BRK) zu fordern, damit Betroffene auch ohne fremde Hilfe am Leben teilhaben können.

Großes Programm rund um Diabetes: Standaktionen -GesundheitsChecks und vieles mehr -
eine kleine Auswahl:

Aufklärungsinitiative „Diabetes! Hören Sie auf Ihre Füße?“ Halle F6 [Z4] · Dr. Nadine Mattes, Diabetologin, täglich 4-5 Kurzvorträge am Stand halten, berät u.a. zu Fragen der diabetischen Neuropathie.
· BFS- Bund zur Förderung Sehbehinderter Bayern e.V. : Am Freitag werden Diabetesexperten zum Thema „Diabetes und Auge“ am Stand des BFS beraten und informieren.
· diabetesdiscount.de – Alpha1 Diagnostik Halle7 [L30]: Für Diabetiker: Messeaktionen: SD Gluco Navii Teststreifen (50 St.) 12,-€. Wer sich für den Newsletter von diabetesdiscount.de registriert, erhält bis Ende 2016 die Teststreifen zum Sonderpreis von 14,-€ – UVP 18,95€. Gerät mit 50 Teststreifen: Messeaktion 20,-€. Gerät mit 100 Teststreifen: Messeaktion 25,-€. Aufklärung zur neuen ISO-Norm 15197:2013. Endlich höhere Anforderungen an Blutzuckermessgeräte sowohl im Bezug auf die Genauigkeit, als auch in der Handhabung für den Patienten.
· DRV Deutsche Rentenversicherung Bund Halle5 [E16] Diabetes: Herr Dr. med. Schmeißl ist Freitag ab 10 – 16 Uhr am Stand und beantwortet Fragen.
Diabetes und Ernährung: Frau Keller-Englert berät Freitag und Samstag am Stand.
· goFit-Gesundheits GmbH Halle7 [K6] Probelaufen auf der GoFit-Matte mit Podologin Frau Reichardt. Messesonderpreis für die goFit-Matte für Fußreflexzonenmassage.
· StorhaMed Gesundheitshaus HalleF6 [Z1] Diabetikerschutzschuhe und speziell gefertigte Diabetikereinlagen: Die Schuhe brauchen eine Kassenzulassung und die Techniker, die die Einlagen anfertigen, eine von den Kassen anerkannte Zusatzausbildung . Eine Auswahl an zugelassenen Schuhen sowie kompetente, geschulte OT-Techniker finden sie an unserem Stand.

Stand: 25.9.2014

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